Sonstiges

Alles, was sonst nirgendwo rein passt

Zuchtausschließende Fehler:

(keine gesundheitliche Beeinträchtigung, nur Schönheitsfehler laut Standard)

Blau/Birkauge:

Blauauge

Ein oder zwei blaue Augen, oder ein Birkauge (mit Farbstich im Auge) ist ein zuchtausschließender Fehler.

Platte:

Kopfohrenplatte

Platte ist, wenn ein Welpe nicht rein weiß zur Welt kommt, sondern schon schwarze oder braune Abzeichen hat, zum Beispiel ein schwarzes oder braunes Ohr oder ein Monokel, oft zwar sehr hübsch anzusehen, aber leider auch ein Zuchtausschließender Fehler.

Dreifarbigkeit:

Schwarze und braune Tupfen auf ein und dem selben Hund. Kommt sehr selten vor und auch nur bei weiß/schwarzen Hunden.

Lemonfarbigkeit:

lemonfarbig

Stark aufgehellte Tupfen. Die Welpen scheinen in den ersten Wochen gar keine Punkte zu bekommen. Erst nach einigen Wochen schimmern leicht ganz helle Punkte durch. Diese Fehlfarbe wird immer seltener, da seit einiger Zeit ein Gentest auf diese Fehlfarbe existiert. Sie tritt nur auf, wenn beide Elterntiere Genträger sind. Die „goldenen“ Dalmatiner haben eine große Fangemeinde, sind aber vom Aussterben bedroht, da kein seriöser Züchter wissentlich fehlerhafte Hunde produziert. Genträger selber haben keinen Zuchtausschluß.  Man würde nur unnötig den Genpool verkleinern und viele gute Vererber ausschließen.

Wir selber haben wissentlich im D-Wurf einen Genträger eingesetzt und als erste Zuchtstätte den kompletten Wurf auf das Lemongen getestet.

Zahnfehler:

In Deutschland darf nur mit vollzahnigen Hunden gezüchtet werden.
P4 oder P3 Verlust ist ein zuchtausschließender Fehler, P1 oder P2 Verlust ist bedingt zuchttauglich (Auflage).

Wie setzt sich der Welpenpreis zusammen?

Die Interessen der Züchter

Hier könnte jemand vorschnell sagen: „Je teurer desto besser!“ Kann es aber wirklich das Ziel eines seriösen Züchters sein, kurzfristig viel durch den Welpenverkauf zu verdienen? Wir denken nein! Wir alle behaupten als VDH-Züchter, dass die Hunde und die Hundezucht unser Hobby sind. Dem Gedanken des Hobbys widerspricht aber klar ein Gewinnstreben oder gar eine Gewinnoptimierung. Ein Ziel jedes Züchters muss es sein, mittel- und langfristig zufriedene Welpenkäufer zu haben.

Dieses erreicht man als Züchter dadurch, dass man „einen reellen Preis für das Produkt Welpe“ verlangt. Wir denken, ein, wenn auch immaterieller Wert ist das gute Gefühl, noch nach 10 und mehr Jahren einen regen Kontakt zum Welpenkäufer zu haben, ja vielleicht dadurch eine neue Freundschaft zu erhalten und optimalerweise nach dem Ableben des „Ersten“, einen weiteren Welpen zu verkaufen. Zu sehen, dass die Familie sich mit unserem „Produkt“ unverändert wohl fühlt, diesen Kauf jederzeit wieder tätigen würde und es vor allem dem von uns gezüchteten Welpen gut geht. Dieses sind alles Faktoren und Gründe, die eine idealistische Hundezucht rechtfertigen und begründen. Das dieses auch eine intensive Auswahl der Welpenkäufer beinhaltet, versteht sich fast von selbst. Ein Welpe sollte immer eine Anschaffung fürs Leben sein – zumindest für das Hundeleben.

Die Interessen der Welpenkäufer

Hier könnte ein anderer vorschnell sagen: „Je billiger, desto besser!“ Aber wie immer im Leben wissen wir alle, dass wir eigentlich gar nicht das Billigste wollen. Vielmehr wollen wir meistens des Preisgünstigste, d. h. Preis und Leistung müssen in einem günstigen Verhältnis zueinander stehen. Was macht es für einen Sinn, einen Welpen – krank – für 250,– Euro zu kaufen, wenn man in den ersten vier Wochen 1.000,– Euro zum Tierarzt trägt? Wenn man andererseits einen gesunden, lebendigen, geimpften und entwurmten Welpen für 1.000,– Euro beim seriösen Züchter erhalten kann? Die Nöte und Sorgen im ersten Fall sind noch nicht einmal „gerechnet“!

Die meisten Welpeninteressenten wissen aber sehr wohl, dass sie für einen schönen, gesunden, sozialisierten, lebendigen Hund einen entsprechenden Preis zahlen müssen.

Der „reelle Preis“

Folgende Kosten fallen pro Wurf und pro Welpe im Durchschnitt an:

  1. Deckgebühr und Nebenkosten
  2. Tierarztkosten Mutterhündin
  3. Tierarztkosten Welpen (Entwurmung, Impfungen, Gesundheitszeugnis, Erkrankungen)
  4. Futterkosten
  5. Aufzuchtsnebenkosten
  6. Welpenpapiere (Deck- und Wurfmeldung, Wurfabnahme, Zwingerbesichtigung, Ahnentafeln, Zuchtbucheintragung)
  7. Vereinsnebenkosten
  8. Welpenpflegemittel
  9. AEP-Untersuchung (Gehörtest)
  10. Haben wir etwas vergessen?

Ob die folgenden Kosten ebenfalls in diese Rechnung hineingehören darf schon einmal diskutiert werden:

  1. Kosten der Mutterhündin bis zur Zuchtzulassung
  2. Allgemeine Zwingerkosten (Wurfkiste, Welpenhaus, Auslauf und so weiter…)
  3. Hundesteuern
  4. Zwingerversicherungen
  5. evtl. Reisekosten und Meldegelder bei Erwerb eines Championtitels
  6. Arbeitszeit bei der Aufzucht

Wenn wir jetzt die ersten Posten von 1. bis 9. mit einem Zahlenbeispiel darstellen, könnte eine Aufrechnung bei 5 – 6 Welpen im Wurf wie folgt aussehen (pro Welpe):

 

1. 125 Euro
2. 50 Euro
3. 100 Euro
4. 150 Euro
5. 50 Euro
6. 125 Euro
7. 25 Euro
8. 25 Euro
9. 75 Euro

Zusammen 725,– Euro …..fast alle „wenn und aber“ mit hineingerechnet. Natürlich kann einmal ein kleiner Wurf erheblich „teurer“ pro Welpe ausfallen, aber dann muss man auch den großen, unkomplizierten Wurf deutlich billiger angeben, oder ?? Wie hoch darf danach ein Welpenpreis sein, damit wir uns den Ruf des seriösen Hobbyzüchters erhalten??

Fazit ist, dass bei einem Selbstkostenpreis von ca. 725,– Euro pro Welpe mindestens 750,– Euro für einen gesunden und wesensfesten Welpen verlangt werden müssen.

Die Welpenpreise liegen zur Zeit je nach Region, und ob mit oder ohne Gehöruntersuchung, für einen fehlerfreien Welpen zwischen 750,– Euro und 1.500,– Euro.

Der Durchschnittspreis beträgt ca. 1.000,– Euro für einen gesunden, fehlerfreien und beidseitig hörenden Dalmatiner.

Bei einem zuchtausschließenden Fehler (der keine gesundheitlichen Nachteile hat) ist ein Preisnachlass von ca. 250,– Euro bis 300,– Euro pro Welpe bei einem seriösen Züchter üblich. Manche Züchter gewähren sogar Nachlässe bis zu 50 %.

Quelle: VDH – Unser Rassehund, Ausgabe 12/99, von Dr. Hans-Friedrich Willimzik

In etwas abgekürzter, sinngemäßer Form wiedergegeben und für Dalmatiner erweitert von Elke Langanke.

Archive
Hinweis:
Beachten sie bitte unsere Datenschutzhinweise!
Homepage-Sicherheit